Christian von Stetten: Der CDU-Rebell mit wirtschaftspolitischem Scharfblick
Eberhard KuhlChristian von Stetten: Der CDU-Rebell mit wirtschaftspolitischem Scharfblick
Christian Freiherr von Stetten ist seit langem eine prägende Figur in der deutschen Politik. Als CDU-Abgeordneter sitzt er seit 2002 im Bundestag, leitet dort wichtige Wirtschaftsausschüsse und vertritt in fiskal- und parteipolitischen Fragen oft klare, mitunter auch kontroverse Positionen.
Geboren in eine politische Familie, ist von Stetten der Sohn des ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Wolfgang von Stetten. Zudem trägt er den Titel eines Schlossherrn von Burg Stetten, einer historischen Festung im Hohenlohekreis in Nordostwürttemberg. Seine engen Verbindungen zur Region Schwäbisch Hall-Hohenlohe haben seine politische Laufbahn maßgeblich geprägt.
Mit einer kaufmännischen Ausbildung und einem Abschluss in Betriebswirtschaftslehre brachte er unternehmerische Erfahrung in die Politik ein. Im Laufe der Jahre etablierte er sich als wirtschaftspolitischer Kopf seiner Fraktion und erwarb sich den Ruf eines scharfsinnigen, unabhängigen Denkers.
Von Stetten erlebte 2005 Angela Merkels Aufstieg zur Bundeskanzlerin und die darauffolgenden politischen Verschiebungen mit. Während der Eurokrise lehnte er die europäischen Rettungspakete ab und stimmte gegen Hilfsmaßnahmen für Griechenland. Nach der Bundestagswahl 2021 forderte er öffentlich den Rücktritt der gesamten CDU-Führung.
Bei der Wahl 2025 erreichte er in seinem Wahlkreis 36 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen AfD und SPD durch. Kürzlich sagte er der Regierung unter Friedrich Merz eine vorzeitige Abwahl voraus und erklärte, sie werde keine volle Legislaturperiode durchhalten.
Von Stetten bleibt eine einflussreiche Stimme in der CDU und der deutschen Politik. Seine wirtschaftspolitische Expertise, sein regionales Gewicht und seine Bereitschaft, parteiinterne Linien infrage zu stellen, prägen weiterhin die Debatten. Sein jüngster Wahlerfolg und seine pointierten Prognosen halten ihn in der öffentlichen Wahrnehmung präsent.
