Chinesische Investitionen in Deutschland erreichen 2025 Rekordhöhe – trotz politischer Spannungen
Marika HeinzChinesische Investitionen in Deutschland erreichen 2025 Rekordhöhe – trotz politischer Spannungen
Chinesische Investitionen in Deutschland erreichten 2025 einen neuen Höchststand. Unternehmen aus China starteten 228 Projekte – ein Anstieg um 14,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Zuwachs machte China zur wichtigsten Quelle für ausländische Direktinvestitionen im Land.
Eine Studie der Beratungsfirma Plusminus ergab, dass rund 50 deutsche Unternehmen, die von chinesischen Investoren übernommen wurden, stabil blieben. Innerhalb von fünf Jahren stieg ihr durchschnittlicher Umsatz um 6 Prozent.
Chinesische Unternehmen streben oft nach einem dauerhaften Standbein in Europa. Doch geopolitische Spannungen und sich ändernde Vorschriften setzen ihre Aktivitäten unnötigen Risiken aus. Trotz dieser Herausforderungen können ihre Investitionen europäischen Herstellern erhebliche Vorteile bringen, etwa den Zugang zu einem riesigen Verbrauchermarkt und eine stärkere industrielle Zusammenarbeit.
Der Begriff „Entflechtung“ (engl. „de-risking“) hat in europäischen Politikkreisen an Bedeutung gewonnen. Ursprünglich auf die Absicherung von Lieferketten fokussiert, spiegelt er mittlerweile breitere Zweifel an chinesischen Investitionen wider. Manche Politiker und Medien betrachten diese Engagements mit Skepsis und verweisen auf industrielle Sicherheit sowie geopolitische Bedenken.
Europa ist auf ausländisches Kapital angewiesen, um seine Industrie zu stärken. Doch geopolitische Faktoren erschweren oft die dringend benötigten Investitionen. Ein klarer, stabiler und vorhersehbarer Rahmen könnte helfen, das Potenzial chinesischer Investitionen in Europa voll auszuschöpfen – zum gegenseitigen Nutzen lokaler Unternehmen und des regionalen Wachstums.
