15 May 2026, 18:24

Carl Zeiss streicht bis zu 1.000 Jobs – radikale Umstrukturierung folgt Umsatzrückgang

Schwarzes und weißes Foto einer deutschen Fabrik aus dem 19. Jahrhundert mit Arbeitern, die an Maschinen arbeiten, Metallstangen und Pfosten, beschriftet mit "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Carl Zeiss streicht bis zu 1.000 Jobs – radikale Umstrukturierung folgt Umsatzrückgang

Carl Zeiss plant Streichung von bis zu 1.000 Stellen weltweit

Der deutsche Technologiekonzern Carl Zeiss will in den nächsten drei Jahren bis zu 1.000 Arbeitsplätze weltweit abbauen. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenden Umstrukturierungsplans, der die Rentabilität steigern und das langfristige Wachstum des Unternehmens sichern soll. Schwächere Marktbedingungen sowie ein Rückgang der Umsätze um 5,7 Prozent im ersten Halbjahr 2026 haben das Unternehmen zum Handeln gezwungen.

Das Restrukturierungsprogramm zielt darauf ab, die Geschäftsabläufe zu straffen und die Kosten zu senken. Teile des Zeiss-Geschäfts sollen in Länder mit niedrigeren Lohnkosten verlagert werden, zudem sind Einsparungen im Einkauf vorgesehen. Produkte mit geringen Gewinnmargen werden vollständig vom Markt genommen.

Insbesondere die Sparten Ophthalmologie und chirurgische Mikroskope verzeichneten im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein schwächeres Ergebnis. Dieser Rückgang trug maßgeblich zum Gesamtumsatzrückgang bei und unterstreicht die Notwendigkeit der Veränderungen.

Unternehmenschef Andreas Pecher bezeichnete die Stellenstreichungen als „schmerzhaft, aber unvermeidbar“ für die Zukunft des Konzerns. Die Umstrukturierung wird voraussichtlich bis zu 150 Millionen Euro kosten, doch Zeiss erwartet, dass sie die Ertragskraft stärken und Mittel für Innovationen freisetzen wird.

Auch die Tochtergesellschaft Carl Zeiss Meditec führt eigene Restrukturierungsmaßnahmen durch, um die Profitabilität zu erhöhen und das Wachstum der gesamten Gruppe voranzutreiben.

Bis 2029 soll die globale Belegschaft von Zeiss um bis zu 1.000 Mitarbeiter reduziert werden. Das Unternehmen strebt an, seine Kostenstruktur zu verbessern, ohne dabei Investitionen in Wachstum und neue Technologien zu vernachlässigen. Die Umstrukturierung folgt auf eine finanziell schwierige Phase, in der wichtige Unternehmensbereiche schwächere Ergebnisse lieferten.

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