Bremen setzt auf schärfere Verkehrskontrollen für Rad- und Motorradfahrer
Marika HeinzBremen setzt auf schärfere Verkehrskontrollen für Rad- und Motorradfahrer
Bremer Polizei führt umfangreiche Verkehrskontrollen bei Zweirädern durch
Letzte Woche hat die Bremer Polizei flächendeckende Verkehrskontrollen bei Zweirädern durchgeführt. Die Aktion war Teil der Kampagne "Sicher.Mobil.Leben" und richtete sich an Radfahrer und Motorradfahrer in der gesamten Stadt. Die Beamten konzentrierten sich dabei auf typische Verstöße und Sicherheitsrisiken.
Insgesamt wurden rund 435 Fahrräder und Motorräder angehalten. Bei fast 315 Fällen wurden Verstöße festgestellt – besonders häufig fuhren Radfahrer bei Rot über Ampeln, nutzten Gehwege oder bewegten sich in falscher Richtung auf der Straße. Auch die illegale Nutzung von Handys während der Fahrt wurde geahndet.
Auf der Ausfahrt Hemelingen, wo Tempo 70 gilt, führten Geschwindigkeitsmessungen zu 35 Verstößen. Besonders hoch war die Zahl der Rotlichtverstöße an mehreren Kreuzungen, darunter Tiefer/Altenwall, Osterdeich/Mozartstraße, Herdentorsteinweg in Richtung Breitenweg sowie Osterdeich/Verdener Straße.
Bei Lärmtests stellte sich heraus, dass zwei Motorräder manipulierte Abgasanlagen hatten, woraufhin die Betriebserlaubnis erlosch. Beide Fahrzeuge überschritten die gesetzlichen Lärmgrenzwerte deutlich.
Innensenator Dr. Högl betonte, dass Ziel der Kontrollen die Verbesserung der alltäglichen Verkehrssicherheit in Bremen sei. Es gehe nicht um die Einnahme von Bußgeldern, sondern darum, die Einhaltung der Verkehrsregeln zu fördern.
Die Aktion zeigte, dass Verstöße unter Zweiradfahrern weit verbreitet sind. Die Polizei wird weiterhin besonders gefährdete Bereiche überwachen, um riskantes Verhalten einzudämmen. Weitere Kontrollen sind im Rahmen der laufenden Verkehrssicherheitsmaßnahmen in der Stadt geplant.






