Braunschweig rettet Kita-Plätze nach Schließung der VW-Betreuung Freche Daxe
Eberhard KuhlBraunschweig rettet Kita-Plätze nach Schließung der VW-Betreuung Freche Daxe
Braunschweig übernimmt Großteil der Kita-Plätze von Volkswagen Financial Services
Die Stadt Braunschweig übernimmt den Großteil der bisher von Volkswagen Financial Services (VW FS) betriebenen Kinderbetreuungsplätze. Die Veränderung folgt auf die Ankündigung des Unternehmens, seine hauseigene Einrichtung Freche Daxe zu schließen. Ab August wird die Stadt sieben der zehn bisher von VW FS finanzierten Gruppen übernehmen.
Seit 2008 hatte VW FS ein eigenes Betreuungszentrum betrieben und finanziert. Über die Jahre spare dies der Stadt schätzungsweise 14,7 Millionen Euro. Doch das Unternehmen verzeichnete kürzlich einen deutlichen Rückgang der Nachfrage nach betrieblichen Kinderbetreuungsplätzen.
Künftig wird die Stadt die Mehrheit der Gruppen führen und dabei 55 Plätze für Kinder von VW-Mitarbeitenden reservieren. Im Gegenzug zahlt VW FS an Braunschweig jährlich rund 475.000 Euro. Die Umstellung wird die Stadt voraussichtlich etwa 1,15 Millionen Euro pro Jahr kosten.
Vertreter der Stadt betonten, dass es sich dabei nicht um eine Subvention handle, sondern um eine gemeinsame Lösung, um den lokalen Bedarf an Kinderbetreuung zu decken. Kinder aus den Wohnsiedlungen Wenden-West könnten nun in der bestehenden betrieblichen Kita am Käferweg unterkommen. Dadurch ließe sich möglicherweise der Bau einer teuren neuen Einrichtung in dem Gebiet vermeiden.
Das neue System startet im August, wenn die Stadt die ehemaligen VW-FS-Gruppen übernimmt. Die Vereinbarung sichert weiterhin Betreuungsplätze für Mitarbeitende und entlastet gleichzeitig den städtischen Haushalt. Die reservierten Plätze und die finanzielle Beteiligung von VW FS bleiben vorerst bestehen.






