26 January 2026, 08:41

Bosch streicht 22.000 Jobs – doch der Chef bleibt bis 2031 im Amt

Die Mercedes-Benz-Zentrale in Frankfurt, Deutschland, mit Fahrzeugen auf der Straße, Schildern, Laternenpfählen, Bäumen, Pflanzen und einem Geländer im Vordergrund, unter einem bewölkten Himmel.

Vertrag von Bosch-Chef Hartung verlängert - Bosch streicht 22.000 Jobs – doch der Chef bleibt bis 2031 im Amt

Bosch hat massive Stellenstreichungen in seinen deutschen Standorten angekündigt, während gleichzeitig der Vertrag des Konzernchefs verlängert wurde. Bis 2030 soll die Belegschaft in der Mobilitätsdivision um 22.000 Stellen abgebaut werden. Zugleich bleibt Vorstandsvorsitzender Stefan Hartung nach einer fünfjährigen Verlängerung bis 2031 im Amt.

Die Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund eines leichten Umsatzrückgangs im größten Unternehmensbereich von Bosch, dem Zulieferergeschäft, im Jahr 2022.

Die Zulieferersparte, die mehr als 60 Prozent des Gesamtumsatzes der Gruppe ausmacht, verzeichnete im vergangenen Jahr einen Rückgang der Erlöse um 0,7 Prozent auf 55,8 Milliarden Euro. Trotz dieses Rückgangs rechnet das Unternehmen für 2023 mit einem moderaten Wachstum und prognostiziert einen Umsatzanstieg von knapp zwei Prozent.

Die Stellenkürzungen beschränken sich nicht auf den Mobilitätsbereich. Das Unternehmen bestätigte zudem den Abbau von 2.400 Arbeitsplätzen in der Hausgerätesparte BSH sowie die Schließung des Werks für Elektrowerkzeuge in Leinfelden. Zusammen mit den Kürzungen in der Mobilitätsdivision ist nun jeder fünfte Bosch-Arbeitsplatz in Deutschland gefährdet.

Die Personalentscheidung an der Konzernspitze fällt mit den Umstrukturierungsplänen zusammen. Stefan Hartung, ein promovierter Maschinenbauingenieur, führt Bosch seit fast vier Jahren. Sein Vorgänger Volkmar Denner war von 2012 bis 2021 Konzernchef. Mit der Vertragsverlängerung bleibt Hartung bis 2031 an der Spitze und sorgt so für langfristige Stabilität inmitten der Sparmaßnahmen des Unternehmens.

Die Stellenabbaupläne markieren einen tiefgreifenden Wandel für Bosch, insbesondere in den Kernbereichen Mobilität und Produktion. Angesichts des Umsatzdrucks in der größten Sparte passt der Konzern seine Belegschaft an, während gleichzeitig die Kontinuität in der Führungsebene gesichert wird. Die Veränderungen werden die deutschen Standorte von Bosch in den kommenden sechs Jahren grundlegend umgestalten.

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