15 January 2026, 11:25

Böhmermann fordert schärfere Regeln für soziale Medien und räumt Konzert-Panne ein

Ein Plakat mit fetter, schwarzer Schrift, die 'Es ist Zeit, Social-Media-Plattformen zur Rechenschaft zu ziehen' auf einem weißen Hintergrund liest.

Böhmermann fordert schärfere Regeln für soziale Medien und räumt Konzert-Panne ein

Jan Böhmermann hat schärfere Regeln für soziale Medien gefordert und diese mit Medienkonzernen verglichen. Seine Forderungen gehen einher mit harter Kritik an der rechtsextremen AfD und Teilen der Presse. Zudem räumte er einen jüngsten Fehler bei der Terminplanung eines Konzerts ein, das jüdische Sensibilitäten außer Acht ließ.

Böhmermann argumentierte, dass Plattformen wie X (ehemals Twitter) und Google denselben Regulierungen unterliegen sollten wie traditionelle Verlage. Er warf den Netzwerken vor, den Einfluss der AfD zu ermöglichen, und forderte Politiker und Behörden auf, diese vollständig zu boykottieren. Seine Haltung steht im Einklang mit seiner Zusammenarbeit mit HateAid, einer Organisation, die sich für strengere Zensur und besseren Datenzugriff im Rahmen des EU-Digitaldienstegesetzes (Digital Services Act) einsetzt.

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Der Satiriker äußerte sich auch zu einer jüngsten Kontroverse um ein Konzert des Rappers Chefket im Berliner Haus der Kulturen der Welt (HKW). Böhmermann gestand ein, dass die Terminierung des Events auf den 9. November – ohne Berücksichtigung der historischen Bedeutung für die jüdische Gemeinschaft – ein schwerwiegendes Versäumnis war. Er bezeichnete die Entscheidung als unverständlich und bedauerte mangelnde Weitsicht. Darüber hinaus bekräftigte er seine Forderung nach einem Verbot der AfD, unabhängig von rechtlichen Hürden. Böhmermann kritisierte die Partei dafür, sich gegen die Regulierung von Tech-Giganten zu stemmen, und deutete dies als eigennützig. Seine Aufrufe zum Handeln gelten für alle Plattformen – ohne Ausnahmen für große Netzwerke.

Böhmermanns Vorschläge zielen darauf ab, soziale Medien wie klassische Medien zu behandeln und strenger zu überwachen. Seine Kritik richtet sich sowohl gegen die AfD als auch gegen Teile der Presse, während sein Eingeständnis des Planungsfehlers auf größere Bedenken hinsichtlich kultureller Sensibilität hinweist. Die Debatte über Regulierung und Plattformverantwortung wird voraussichtlich an Fahrt aufnehmen, da seine Argumente zunehmend Beachtung finden.