BGL fordert schärfere Kontrolle über marode Schieneninfrastruktur nach Pannen-Serie
Marika HeinzBGL fordert schärfere Kontrolle über marode Schieneninfrastruktur nach Pannen-Serie
Der Bundesverband Güterverkehr und Logistik (BGL) fordert eine stärkere staatliche Aufsicht über die Schieneninfrastruktur. Der Verband verweist auf anhaltende Betriebsstörungen, die den Güterverkehr im ganzen Land beeinträchtigen. Der Appell erfolgt nach wiederholten Ausfällen kritischer Systeme und Managementversagen.
Ein bundesweiter Ausfall des GSM-R-Bahnfunks hatte kürzlich erhebliche Behinderungen verursacht. Während der Störung fehlten laut Branche funktionierende Notfallprotokolle, um die Folgen abzumildern. Zudem kritisierte der Verband das mehrtägige Chaos an Christi Himmelfahrt, das auf Probleme in den Fahrplanzentralen und Leitstellen zurückging.
Neele Wesseln, Geschäftsführerin des Verbands, übt scharfe Kritik an DB InfraGO wegen der anhaltenden Betriebsprobleme. Die Defizite hätten die Güterbahnunternehmen in einen Dauer-Krisenmodus versetzt, Lieferketten belastet und die Mitarbeiter an ihre Grenzen gebracht. Als Reaktion fordert der Verband den Verkehrsausschuss des Bundestags auf, die aktuellen Störungen zu beheben und Maßnahmen zur Stabilisierung der Schieneninfrastruktur einzuleiten.
Um die Kontrolle zu verbessern, schlägt der BGL die Schaffung eines unabhängigen Bundesamts für Schieneninfrastruktur vor. Zudem ruft er die Bundesregierung zu entschlossenerem Handeln bei der Aufsicht über DB InfraGO auf. Ziel der Vorschläge ist es, die Zuverlässigkeit des deutschen Schienengüterverkehrs wiederherzustellen. Der Verband hält strengere Kontrollen und bessere Notfallpläne für unverzichtbar, um künftige Störungen zu verhindern. Damit ließen sich Lieferketten stabilisieren und die Belastung für die Beschäftigten im Transportsektor verringern.
