Betrunkener Radfahrer mit 1,7 Promille in Mannheim gestoppt – und beleidigt Polizei
Svenja HeringBetrunkener Radfahrer mit 1,7 Promille in Mannheim gestoppt – und beleidigt Polizei
Betrunkener Radfahrer in Mannheim mit 1,7 Promille gestoppt
Ein 46-jähriger Radfahrer wurde am frühen Sonntagmorgen in Mannheim im Stadtteil H-Quadrate kontrolliert, nachdem er auffällig schwankend unterwegs war. Gegen 6:30 Uhr griff die Polizei ein, als Beamte den Mann in einem Zickzack-Kurs fahren sahen. Sein Verhalten ließ schnell den Verdacht auf Alkoholisierung aufkommen.
Als die Polizisten ihn ansprachen, hatte der Radfahrer sichtbare Mühe, nach dem Absteigen überhaupt auf den Beinen zu bleiben. Er musste sich an einer Wand abstützen, um nicht umzukippen. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab daraufhin einen Wert von über 1,7 Promille – deutlich über der Grenze für absolute Fahruntauglichkeit in Deutschland.
Wegen des extrem hohen Messwerts wurde eine Blutprobe entnommen. Während des gesamten Vorgangs zeigte der Mann laut Polizei keinerlei Einsicht und beleidigte die Beamten verbal. Ihm wurde sofort ein Weiterfahren untersagt; nun müssen sich wegen Trunkenheit im Verkehr und Beleidigung von Polizeikräften vor Gericht verantworten.
Nach deutschem Verkehrsrecht können Werte ab 1,6 Promille bei Radfahrern eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) zur Folge haben. Diese Praxis wurde durch Urteile des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs aus den Jahren 2015 und 2017 bestätigt. Zwar könnten künftig auch geringere Werte mit Bußgeldern belegt werden, doch der hier gemessene Wert von 1,7 Promille lässt keinen Zweifel an der Schwere des Vergehens.
Der Fall wird nun juristisch weiterverfolgt, wobei dem Mann Strafen wegen Trunkenheit und Beleidigung drohen. Sein hoher Alkoholpegel in Kombination mit seinem Verhalten sorgt für eine strengere Prüfung nach den geltenden Verkehrsregeln. Die Behörden bestätigten, dass es während der Kontrolle zu keinen weiteren Vorfällen kam.






