Berlin triumphiert in fast allen Ligen – nur der Fußball bleibt stumm seit 95 Jahren
Karl-Friedrich WielochBerlin triumphiert in fast allen Ligen – nur der Fußball bleibt stumm seit 95 Jahren
Berlin dominiert den deutschen Sport in fast jeder Liga – nur nicht im Fußball. In dieser Saison haben Teams aus der Hauptstadt Titel im Volleyball, Eishockey, Handball und Basketball geholt. Doch eine Fußballmeisterschaft bleibt seit 95 Jahren ein unerfüllter Traum.
Die BR Volleys sicherten sich mit einem Auswärtssieg in Lüneburg ihre zehnte Meisterschaft in Folge im Männer-Volleyball und verlängerten damit Berlins ungebrochene Vorherrschaft in dieser Sportart seit 2015.
Im Eishockey holte das Hauptstadtteam zum fünften Mal in sechs Jahren den nationalen Titel. Die Füchse Berlin gewannen im Handball den DHB-Pokal und erreichten das Halbfinale der Champions League. Unterdessen bereitet sich Alba Berlin im Basketball auf die Basketball-Bundesliga-Playoffs vor.
Doch der Fußball schreibt eine andere Geschichte. Union Berlin ist in der ersten Liga vor dem Abstieg sicher, doch Hertha BSC steht vor einer unsicheren Rückkehr in die Bundesliga. Der letzte Fußballtitel der Stadt datiert aus dem Jahr 1931 – eine Durststrecke, die sich nun über fast ein Jahrhundert erstreckt.
Experten sehen einen gemeinsamen Erfolgsfaktor hinter Berlins Triumphen in verschiedenen Sportarten: stabile Führung. Viele der siegreichen Teams setzen seit Jahren auf dieselben Trainer und Manager.
In der nächsten Saison gehen Berlins Mannschaften in Volleyball, Eishockey, Handball und Basketball wieder als Favoriten ins Rennen. Die Fußballclubs der Hauptstadt hingegen jagen weiterhin dem lange ersehnten Comeback an die Spitze nach. Bis dahin zählt die Titel-Flaute im Fußball bereits 95 Jahre – und sie dauert an.






