Bahn-Chefin Palla krempelt Konzern um – Stuttgart 21 bleibt Problemfall
Karl-Friedrich WielochBahn-Chefin Palla krempelt Konzern um – Stuttgart 21 bleibt Problemfall
Aufsichtsrat der Bahn berät über VFB Stuttgart und Weihnachtsmarkt
Die Bahn-Chefin Evelyn Palla will den Konzern umkrempeln. Beim letzten Aufsichtsratstreffen des Jahres stellt sie ihr Umstrukturierungskonzept vor – doch ein weiteres Thema steht auf der Tagesordnung.
Deutsche Bahn steht vor einem tiefgreifenden Wandel unter der neuen Vorstandsvorsitzenden Evelyn Palla. Der Aufsichtsrat wird am Mittwoch bei seiner letzten Sitzung des Jahres weitreichende Veränderungen beraten. Dazu gehören drastische Kürzungen in der Führungsebene und eine Neuverteilung der Entscheidungsbefugnisse.
Im Rahmen der geplanten Restrukturierung soll die Zahl der Top-Management-Positionen von 43 auf 22 reduziert werden. Auch die sogenannten Konzernbeauftragten – eine Zwischenebene im Management – werden abgeschafft. Ziel ist es, die Führungsstruktur des Unternehmens zu verschlanken.
Gleichzeitig wird die Zentrale in Berlin entflochten. Mehr Kompetenzen werden an die Regionalstandorte übertragen, wobei das neue System ab dem 1. Januar 2026 greifen soll.
Ein weiteres zentrales Thema der Sitzung sind die Verzögerungen beim Projekt Stuttgart 21. Technische Probleme bei der Digitalisierung und dem Bau des Bahnhofs machen eine Teilinbetriebnahme bis Ende 2026 unmöglich. Ein neuer Zeitplan für die Eröffnung des unterirdischen Bahnhofs steht noch aus.
Die Umstrukturierung markiert einen radikalen Kurswechsel in der Unternehmensführung der Deutschen Bahn. Während die Regionalteams mehr Gestaltungsmacht erhalten, wird die Zentrale schlanker. Das Projekt Stuttgart 21 hingegen bleibt vorerst ohne klare Perspektive.






