31 May 2026, 08:17

BAföG-Reform auf Eis: Haushaltskrise stoppt geplante Modernisierung der Studienförderung

Forschungsministerin Bär: BAföG-Reform am Scheideweg - Studieren und Arbeiten 'kein Problem'

BAföG-Reform auf Eis: Haushaltskrise stoppt geplante Modernisierung der Studienförderung

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hat Signal gegeben, dass die geplante BAföG-Reform aufgrund von Haushaltszwängen verschoben wird. Die für das Wintersemester 2026/27 vorgesehene Neugestaltung stößt inzwischen auf Widerstand innerhalb der Regierungskoalition. Gleichzeitig kündigte Bär Fortschritte auf einem anderen Gebiet an: eine zügige Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes.

Die BAföG-Reform, die das deutsche System der Studienförderung modernisieren sollte, liegt derzeit auf Eis. Bär räumte ein, dass Sparmaßnahmen in anderen Bereichen eine Unterbrechung des Prozesses erzwingen könnten. Die Ministerin relativierte den Rückschlag und betonte, dass Studierende, die nebenbei jobben, wertvolle Lebens- und Berufserfahrung sammeln würden. Zudem verwies sie auf die bestehenden Unterstützungsleistungen Deutschlands, etwa die gebührenfreie und staatlich finanzierte Hochschulbildung.

Bei den Verhandlungen zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz hingegen gibt es Bewegung. Ein Gesetzentwurf befindet sich bereits in der Abstimmung mit den Bundesländern und weiteren Beteiligten; die Gespräche verlaufen laut Bär konstruktiv. Mit der Reform soll die Jobsecurity für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in befristeten Anstellungen verbessert werden.

Zusätzlich wird in Kürze ein KI-gestützter Chatbot auf dem Portal bafoeg-digital eingeführt. Noch in diesem Jahr soll das Tool online gehen und Studierenden helfen, ihre Anspruchsberechtigung zu prüfen und Anträge zu stellen. Der Chatbot wird zudem an den bestehenden BAföG-Rechner angebunden und bietet anonymisierte, unverbindliche Schätzungen zur möglichen Förderung.

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Die BAföG-Reform scheint damit vorerst nicht wie geplant umsetzbar – die Haushaltslage hat derzeit Vorrang. Studierende bleiben auf die bestehenden Förderangebote angewiesen, darunter Nebenjobs und das gebührenfreie Studium. Gleichzeitig zeigen der KI-Chatbot und die Reform der Wissenschaftsverträge, dass die Bundesregierung weiterhin daran arbeitet, die Rahmenbedingungen für Studierende und Forscher zu optimieren.

Quelle