Baden-Württemberg will Deutschlands Verteidigung mit Innovation revolutionieren
Karl-Friedrich WielochBaden-Württemberg will Deutschlands Verteidigung mit Innovation revolutionieren
Baden-Württemberg strebt Führungsrolle in Deutschlands Sicherheits- und Verteidigungspolitik an
Die Landesregierung betont die wachsende Bedeutung von Innovation – von Quantencomputing bis zur Luft- und Raumfahrttechnik – für die Stärkung der nationalen Widerstandsfähigkeit. Angesichts zunehmender Bedrohungen, darunter ausländische Sabotageakte, fordert sie eine unabhängigere und technologisch fortschrittlichere Verteidigungsstrategie.
Am 28. Mai 2025 rief Ministerpräsident Winfried Kretschmann Europa dazu auf, seine militärische Abhängigkeit von externen Mächten zu verringern. Seine Äußerungen fielen in eine Phase, in der sich Baden-Württemberg als Vorreiter der deutschen Rüstungsindustrie positioniert – gestützt auf eine starke industrielle Basis und exzellente Forschungsinfrastruktur.
Das Landesinnovationsprogramm Invest BW fördert inzwischen auch Projekte im Sicherheits- und Verteidigungsbereich, wobei die genauen Zahlen zu Anträgen von Unternehmen und Forschungseinrichtungen nicht bekannt gegeben werden. Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz und Quantencomputing gelten als entscheidend für die Modernisierung des Sektors. Auch Luft- und Raumfahrttechnologien, die für Navigation, Kommunikation und Erdbeobachtung unverzichtbar sind, spielen eine Doppelfunktion in zivilen und militärischen Anwendungen.
Innenminister Thomas Strobl warnte vor anhaltenden russischen Sabotage-, Spionage- und Desinformationskampagnen in Deutschland. Seine Hinweise unterstreichen die Dringlichkeit, die heimischen Verteidigungskapazitäten auszubauen. Gleichzeitig hob Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut die industrielle Stärke der Region als Grundpfeiler künftiger Rüstungsproduktion hervor.
Wissenschaftsministerin Petra Olschowski ergänzte, dass Forschung und Innovation essenziell seien, um demokratische Institutionen zu schützen. Die Landesregierung setzt auf eine sektorübergreifende Vernetzung von Sicherheit und Verteidigung, um auf neue Bedrohungsszenarien koordiniert reagieren zu können.
Baden-Württembergs Strategie verbindet industrielles Know-how, Spitzenforschung und branchenübergreifende Zusammenarbeit. Der Fokus auf technologischen Fortschritt und Eigenständigkeit spiegelt die europäischen Bestrebungen wider, externe Risiken einzudämmen. Die Behörden beobachten weiterhin die Beteiligung an Verteidigungsförderprogrammen, während die Initiative voranschreitet.






