Baden-Württemberg startet digitales Verkehrsmodell für smartere Mobilitätsplanung bis 2040
Karl-Friedrich WielochBaden-Württemberg startet digitales Verkehrsmodell für smartere Mobilitätsplanung bis 2040
Baden-Württemberg führt erstes landesweites digitales Verkehrsmodell ein
Baden-Württemberg hat mit dem Landesverkehrsmodell Baden-Württemberg (LVM-BW) sein erstes flächendeckendes digitales Verkehrsmodell eingeführt. Das Instrument soll die Verkehrsplanung revolutionieren, indem es detaillierte Einblicke in aktuelle und zukünftige Mobilitätsmuster in der gesamten Region liefert.
Das Modell vereint Daten zu Auto-, Bus-, Schienen-, Rad-, Fußgänger- und Güterverkehr in einem einheitlichen System. Damit steht Planungsvorhaben eine zentrale Datenquelle zur Verfügung, die Behörden bei der Bewertung von Großprojekten der Verkehrsinfrastruktur ebenso unterstützt wie bei lokalen Verkehrsherausforderungen. Mit rund 10.000 Verkehrszonen erfasst es Bewegungen in hoher räumlicher Auflösung.
Der Zugang zum Modell ist für relevante Akteure nach Unterzeichnung einer Nutzungsvereinbarung kostenfrei. Kommunen profitieren direkt: Ergebnisse liegen schätzungsweise drei bis sechs Monate früher vor, und es lassen sich bis zu 20.000 Euro pro Studie oder bis zu 400.000 Euro bei Großprojekten einsparen. Aktuell bietet das Modell Prognosen bis 2030 und wird um Daten für 2040 erweitert – unter Einbeziehung von Informationen aus Nachbarbundesländern und dem internationalen Verkehr, um überregionale Verbindungen aufzuzeigen. Das Tool analysiert Verkehrsaufkommen, Emissionen, die Verkehrsmittelwahl und die Erreichbarkeit. Zudem zeigt es, wie neue Maßnahmen oder Dienstleistungen das gesamte Verkehrsnetz beeinflussen könnten. Verkehrsminister Winfried Hermann betont seine Bedeutung für eine moderne Mobilitätspolitik: Das Modell helfe, wirksame Maßnahmen zu identifizieren und Verkehrsmanagementstrategien zu verfeinern.
Das Landesverkehrsmodell Baden-Württemberg bietet Behörden und Entscheidungsträgern eine zentrale Planungsgrundlage. Durch die Abbildung von Verkehrsursprüngen, räumlicher Verteilung und künftigen Trends unterstützt es datengestützte Entscheidungen in der Verkehrsplanung. Die Erweiterung bis 2040 wird seine Rolle bei der Gestaltung regionaler Mobilitätsstrategien weiter stärken.






