09 February 2026, 18:34

Baden-Württemberg stärkt Wirtschaftskooperation mit Japan durch neuen Vertreter in Tokio

Ein altes Buch mit chinesischer Schrift, das eine detaillierte Karte von Kyoto, Japan, enthält, einschließlich Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, mit begleitendem beschreibendem Text.

Baden-Württemberg stärkt Wirtschaftskooperation mit Japan durch neuen Vertreter in Tokio

Baden-Württemberg erweitert seine Wirtschaftsbeziehungen zu Japan und entsendet einen eigenen Vertreter ins Land. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund der Handelszahlen für 2024, die trotz eines Rückgangs der Importe ein stetiges Exportwachstum in den Sektoren der Automobilindustrie bis zu erneuerbaren Energien zeigen. Dr. Lucas Witoslawski wird die Bemühungen leiten, die Zusammenarbeit in Schlüsselsektoren zu vertiefen.

Die Partnerschaft knüpft an Jahrzehnte der Zusammenarbeit an, in denen sich Japan als globaler Vorreiter in Hochtechnologie und viertgrößte Volkswirtschaft der Welt etabliert hat.

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Der Handel Baden-Württembergs mit Japan verzeichnete 2024 gemischte Ergebnisse: Die Exporte stiegen um 6,8 Prozent auf rund 4,4 Milliarden Euro, womit Japan auf Platz 14 der wichtigsten Exportmärkte des Landes rückte. Die Importe gingen hingegen um 8,2 Prozent auf etwa 3,2 Milliarden Euro zurück, sodass Japan unter den Importpartnern auf Rang 18 liegt.

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Regionen reichen bis zum 24. November 1989 zurück, als eine formelle regionale Partnerschaft begründet wurde. Seither wurden Handel und Innovationsaustausch kontinuierlich ausgebaut – unterstützt durch das EU-Japan-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, das am 1. Februar 2019 in Kraft trat.

Dr. Lucas Witoslawski, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Deutsch-Japanischen Industrie- und Handelskammer (AHK Japan), übernimmt nun die Rolle des Wirtschaftsvertreters Baden-Württembergs. Sein Fokus liegt auf Branchen wie Mobilität, Robotik, künstliche Intelligenz, Gesundheitswesen und Klimatechnologien. Besonders berücksichtigt wird dabei auch die wachsende japanische Start-up-Szene.

Als Innovationsscout wird Victor Arnhold, Berater bei der AHK Japan, Witoslawski zur Seite stehen. Seine Aufgabe besteht darin, aufstrebende Technologien in Japan zu identifizieren, die Unternehmen in Baden-Württemberg nutzen könnten. Zudem wird das Büro Chancen im Bereich Verteidigung und Sicherheit ausloten – ein Reflex auf Japans Status als NATO-Partner.

Ziel der neuen Wirtschaftsvertretung ist es, die Zusammenarbeit in zukunftsträchtigen Feldern zu intensivieren und gleichzeitig die technologischen Fortschritte Japans zu beobachten. Mit Japans starker Forschungsorientierung und Baden-Württembergs industrieller Expertise soll die Partnerschaft konkrete Geschäftschancen für beide Regionen schaffen. Die Initiative baut auf jahrelanger wirtschaftlicher Zusammenarbeit auf und erweitert diese nun auf aufstrebende Sektoren wie KI und erneuerbare Energien.