19 March 2026, 20:20

Baden-Württemberg nutzt Wälder als natürliche Wasserspeicher gegen Dürren und Fluten

Diagramm eines Waldquerschnitts mit variierenden Wasserständen in Bäumen und Pflanzen sowie begleitendem erklärendem Text.

Baden-Württemberg nutzt Wälder als natürliche Wasserspeicher gegen Dürren und Fluten

Baden-Württemberg erprobt neue Wege für besseres Wassermanagement durch seine Wälder

Das Forstliche Forschungsinstitut des Landes leitet Pilotprojekte, die untersuchen, wie Wälder Wasser besser speichern, filtern und wieder abgeben können. Damit sollen Herausforderungen wie Dürren, Sturzfluten und Extremregen bewältigt werden – und gleichzeitig sauberes Grundwasser in ausreichender Menge erhalten bleiben.

Wälder spielen eine zentrale Rolle bei der Regulierung des Wasserhaushalts. Ihr Boden wirkt wie ein riesiger Schwamm: Er saugt Regen und Schnee auf und gibt das Wasser langsam wieder ab. Dieser Prozess verhindert nicht nur Bodenerosion, sondern verringert auch das Risiko plötzlicher Überschwemmungen in benachbarten Städten und Dörfern.

Besonders wirksam sind im Winter Laubmischwälder. Im Gegensatz zu dichten Nadelwäldern lassen sie mehr Niederschlag bis zum Boden durchdringen und tragen so zur Auffüllung der unterirdischen Wasservorräte bei. Das durch die Bodenschichten sickernde Wasser wird auf natürliche Weise gefiltert und tritt später als sauberes Grundwasser wieder zutage.

Die Projekte erforschen zudem, wie Wälder das lokale Klima beeinflussen. Bäume kühlen durch Verdunstung die Luft und tragen sogar zur Wolkenbildung bei, was zu mehr Niederschlag in der Region führen kann. Forstminister Peter Hauk betont die Bedeutung vielfältiger, klimaresistenter Wälder für einen ausgeglichenen Wasserkreislauf.

Kein anderes Bundesland hat bisher vergleichbare Pilotvorhaben gestartet. Baden-Württembergs Forschung konzentriert sich auf die Optimierung der Entwässerung, die Speicherung von Oberflächenabfluss und die Renaturierung von Gewässern innerhalb der Wälder – Maßnahmen, die richtungsweisend für künftige Naturschutzbemühungen sein könnten.

Die Erkenntnisse aus den Pilotprojekten könnten die Waldbewirtschaftung in ganz Deutschland prägen. Durch verbesserte Wasserspeicherung und geregelten Abfluss sollen die Initiativen Gemeinden vor Extremwetter schützen und gleichzeitig eine stetige Versorgung mit sauberem Grundwasser sichern. Die Ergebnisse könnten auch andere Regionen dazu anregen, ähnliche Strategien für mehr Klimaresilienz zu übernehmen.

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