10 January 2026, 20:39

Baden-Württemberg fördert neun Filmfestivals mit 100.000 Euro für mehr Vielfalt und Professionalität

Eine Konzerthalle mit Menschen, Scheinwerfern und einem Projektionsschirm.

Baden-Württemberg fördert neun Filmfestivals mit 100.000 Euro für mehr Vielfalt und Professionalität

Neun kleinere Filmfestivals in Baden-Württemberg erhalten insgesamt rund 100.000 Euro an Landesförderung. Die Zuschüsse sollen die lokale Filmkultur stärken und den Festivals helfen, professioneller zu werden. Unterstützt werden eine Mischung aus internationalen, studentisch organisierten und Nischenveranstaltungen.

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Die Auswahl erfolgte nach strengen Kriterien: Die Festivals mussten eine kommunale Ko-Finanzierung nachweisen, hohe künstlerische Ansprüche erfüllen und einen Fokus auf kulturelle Teilhabe legen. Externe Fachleute wie Dr. Sascha Keilholz vom Festival Mannheim-Heidelberg und der Kulturmanager Dr. Tobias Knoblich berieten die Jury bei den Entscheidungen.

Zu den geförderten Veranstaltungen zählen die Independent Days in Karlsruhe, die 2026 ihre 25. Ausgabe feiern und mit den Mitteln ihr internationales Programm ausbauen wollen. Ebenfalls unterstützt wird Shorts – Trinationales Filmfestival in Offenburg, das sich auf studentische Filme aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz spezialisiert. Das GIRLS* GO MOVIE-Festival in Mannheim, das Kurzfilme von jungen Frauen zeigt und unterrepräsentierten Stimmen eine Plattform bietet, erhält ebenfalls Fördergelder. Die Friedrichshafener Filmtage präsentieren dagegen Nachwuchstalente und zeigen Kurz- und Dokumentarfilme aufstrebender Regisseure. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Arabischen Filmfestival in Stuttgart und Tübingen, das die Mittel für eine Vertiefung des interkulturellen Austauschs durch Film nutzen will. Arne Braun, Staatssekretär für Kunst, betonte die Bedeutung eines Ausgleichs zwischen lokalen Kinos und großen internationalen Festivals.

Die Förderung soll den kleineren Festivals mehr Nachhaltigkeit und Professionalität ermöglichen. Die Landesregierung Baden-Württembergs will damit den Ruf der Region als Filmstandort festigen. Mit der zusätzlichen finanziellen Unterstützung können sich die Veranstaltungen nun auf ihre nächsten Ausgaben vorbereiten.