Baden-Württemberg fördert erstmals Schulen in freier Trägerschaft mit Millionenbeträgen
Eberhard KuhlBaden-Württemberg fördert erstmals Schulen in freier Trägerschaft mit Millionenbeträgen
Baden-Württemberg startet großes Förderprogramm zur Sanierung von Schulen im Land
Zum ersten Mal erhalten auch Schulen in freier Trägerschaft finanzielle Unterstützung vom Bundesland. Mit der Initiative sollen Bildungseinrichtungen modernisiert und gleichzeitig CO₂-Emissionen reduziert werden – indem Sanierungen Vorrang vor Neubauten erhalten.
Ab 2025 fließen 468 Millionen Euro aus dem Kommunalen Investitionsfonds (KIF) in den Schulbau und die Gebäudesanierung. Kultusministerin Theresa Schopper bestätigte die Mittel, zu denen auch eine neue Verwaltungsvorschrift – die VwV SchulBau – gehört, die ab dem 1. Januar 2025 in Kraft tritt. Der Großteil der Gelder geht an öffentliche Schulen in kommunaler Trägerschaft, doch im Nachtragshaushalt 2025/26 sind speziell 300 Millionen Euro für Schulen in freier Trägerschaft vorgesehen.
Im Mittelpunkt des Programms steht die Aufwertung bestehender Gebäude statt der Errichtung neuer Bauten. Damit sollen Ressourcen geschont und der CO₂-Ausstoß verringert werden. Rund zehn Prozent der Schülerinnen und Schüler in Deutschland besuchen Schulen in freier Trägerschaft – die Förderung stellt daher einen wichtigen Schritt hin zu mehr Chancengleichheit im Bildungssystem dar. Die grüne Landtagsabgeordnete Nadyne Saint-Cast wird am Tag der Schulen in freier Trägerschaft die Freiburger Rieselfeld-Freie Waldorfschule besuchen, um über die neuen Fördermöglichkeiten zu sprechen. Die Umsetzung der Projekte wird von der Landesregierung und dem Kultusministerium gesteuert.
Erstmals bezieht Baden-Baden damit Schulen in freier Trägerschaft in sein Sanierungsprogramm ein. Die Mittel sollen helfen, die Einrichtungen zu modernisieren – mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Der Startschuss für die Initiative fällt 2025; die konkrete Planung obliegt Land und Kommunen.






