07 May 2026, 02:19

Apothekerin aus Roding kämpft gegen 25.000-Euro-Betrug mit gefälschten Merck-Rechnungen

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen kosten Familien monatlich Hunderte von Dollar.

Apothekerin aus Roding kämpft gegen 25.000-Euro-Betrug mit gefälschten Merck-Rechnungen

Apothekenbesitzerin in Roding steht vor 25.000-Euro-Dilemma nach raffiniertem Rechnungsbetrug

Carolin Schleußinger, Inhaberin der Marien-Apotheke in Roding, könnte eine Rechnung doppelt zahlen müssen – Opfer eines ausgeklügelten Betrugs mit gefälschten Rechnungen des Pharmakonzerns Merck. Die Probleme begannen, als Schleußinger eine Rechnung von Merck mit geänderten Bankdaten erhielt, die auf ein Konto in Spanien verwiesen. Da sie die Rechnung für echt hielt, überwies sie den Betrag von 25.000 Euro. Wochen später meldete sich Merck und teilte mit, das Geld nie erhalten zu haben – und forderte die erneute Zahlung.

Schleußinger wehrt sich gegen die Forderung und macht Merck für den Vorfall verantwortlich: „Bei mir wurde nichts gehackt – das Problem liegt in ihren Systemen.“ Der Konzern räumte inzwischen ein, dass Cyberkriminelle Apotheken gezielt angreifen, indem sie sich in die IT-Systeme der Rechnungsempfänger hacken. Mittlerweile warnt Merck auf seinem Online-Shop ausdrücklich davor, Bankdaten vor Überweisungen zu prüfen.

Schon im vergangenen Jahr hatten sich die Fälle von gefälschten Merck-Rechnungen an Apotheken gehäuft. Schleußinger, verärgert über mangelnde Transparenz, hat nun rechtliche Schritte eingeleitet: Sie ließ sich anwaltlich beraten und erstattete Strafanzeige gegen Merck – mit dem Vorwurf, das Unternehmen spiele die Bedrohung herunter.

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Merck betont, die Betrugsfälle gingen auf Angriffe auf die Systeme der Apotheken zurück, nicht auf eigene Sicherheitslücken. Doch Schleußinger bleibt skeptisch: „Warum hat das Unternehmen nicht früher gehandelt, um solche Betrügereien zu verhindern?“

Während der Streit eskaliert, droht der Apothekerin eine Doppelforderung über 25.000 Euro. Zwar warnt Merck mittlerweile vor den Betrugsmaschen, doch der Schaden könnte bereits entstanden sein. Mit laufenden Ermittlungen zeigt der Fall, wie stark die pharmazeutische Lieferkette zunehmend zum Ziel von Cyberkriminalität wird.

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