Alexandra Wend soll neue Bezirksbürgermeisterin in Berlin-Mitte werden
Eberhard KuhlAlexandra Wend soll neue Bezirksbürgermeisterin in Berlin-Mitte werden
Die SPD im Berliner Bezirk Mitte hat Alexandra Wend als Kandidatin für das Amt der Bezirksbürgermeisterin nominiert. Die Entscheidung fällt nach dem Rückzug von Uta Francisco dos Santos, die gesundheitliche Probleme und Mediendruck als Gründe nannte. Wend bereitet sich nun auf die offizielle Aufstellung im Mai vor, bevor im September die Wahlen anstehen.
Wend sicherte sich die Nominierung mit deutlicher Unterstützung des lokalen Parteivorstands. Von 29 Stimmen entfielen 28 auf sie, nur eine war dagegen. Aktuell ist sie stellvertretende Vorsitzende der SPD Pankow und leitet die Abteilung für Gleichstellungspolitik in der Arbeits- und Wirtschaftspolitik der Senatsverwaltung für Arbeit.
Zuvor war Wend bereits SPD-Kandidatin für Pankow bei der Bundestagswahl 2025. Ihre offizielle Aufstellung zur Bezirksbürgermeisterin erfolgt auf einem Bezirksdelegiertenkonvent im kommenden Monat.
Ihre Nominierung folgt auf den Rückzug von Uta Francisco dos Santos aus dem Bürgermeisterinnenrennen. Dos Santos, die ihren Wahlkampf während eines Krankschreibung geführt hatte, verzichtete auch auf eine Kandidatur für die Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Sie machte eine „Medienkampagne“ „rechter Medien“ für ihre Entscheidung verantwortlich, will aber Spitzenkandidatin für die BVV bleiben.
Die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen finden am 20. September statt. Wends Nominierung ebnet ihr den Weg, im Falle eines SPD-Siegs im September Mitte als nächste Bezirksbürgermeisterin zu führen. Die Partei konzentriert sich nun auf ihre offizielle Bestätigung im Mai. Dos Santos bleibt zwar politisch aktiv, strebt aber nicht mehr das Bürgermeisterinnenamt an.






