29 June 2026, 10:17

AfD stagniert bundesweit – doch Sachsen-Anhalt wird zum Zittertest für SPD und CDU

Güllner: Absolute AfD-Mehrheit in Sachsen-Anhalt möglich

AfD stagniert bundesweit – doch Sachsen-Anhalt wird zum Zittertest für SPD und CDU

Die Zustimmung für die rechtspopulistische AfD in Deutschland scheint in den letzten Wochen ins Stocken geraten zu sein – trotz weit verbreiteter Unzufriedenheit mit der Bundesregierung. Gleichzeitig genießt die SPD weiterhin starke Unterstützung: Fast die Hälfte der Deutschen steht der Partei nach wie vor positiv gegenüber. Die anstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt entwickelt sich dabei zu einer entscheidenden Nagelprobe für die etablierten Parteien.

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Der Meinungsforscher Manfred Güllner warnt, dass eine absolute Mehrheit der AfD bei der Wahl am 6. September in Sachsen-Anhalt „durchaus möglich“ sei. Dies liege jedoch weniger an einer wachsenden Stärke der AfD als vielmehr am schwindenden Einfluss von CDU und SPD in der Region.

Aktuell würden bundesweit 20 Prozent der Wahlberechtigten die AfD wählen, weitere 8 Prozent könnten es sich vorstellen. In Westdeutschland könnten 24 Prozent eine Stimme für die Partei in Betracht ziehen, in Ostdeutschland sind es sogar 41 Prozent. Dennoch lehnen rund 60 Prozent der Ostdeutschen die AfD weiterhin ab.

Die SPD verfügt mit 46 Prozent über ein beträchtliches Wählerpotenzial, dicht gefolgt von CDU/CSU mit 45 Prozent. Um dem Aufstieg der AfD entgegenzuwirken, müssen die etablierten Parteien nun vor allem darauf setzen, die gemäßigteren Wähler zu mobilisieren. Eine hohe Wahlbeteiligung in dieser Gruppe könnte eine Zweidrittelmehrheit der AfD in Sachsen-Anhalt verhindern.

Obwohl die AfD in den Umfragen stagniert, hängt ihr möglicher Machtgewinn in Sachsen-Anhalt maßgeblich von den Schwächen von CDU und SPD ab. Eine erfolgreiche Mobilisierung der Mitte könnte einen Sieg der AfD noch vereiteln. Die anhaltende Beliebtheit der SPD deutet darauf hin, dass die Partei trotz aktueller Herausforderungen weiterhin über eine breite Basis verfügt.

Quelle